Rezensionen

Farben - sagt man - sind der Spiegel seiner Seele.

Gewagte Farbverläufe neben dem bestehenden Weiß des Papiers, verbunden mit schwungvollen, teilweise sich auflösenden schwarzen Linien, fesselt den Blick und läßt ihn lange auf den abstrakten Bildern von Adolf Kroner ruhen.
Farbkompositionen aus dem Alltag schwungvoll festgehalten auf weißem Aquarellpapier, diese neue Art seiner Arbeit reizt Adolf Kroner. Durch die entstehenden Farbkreationen läßt er sich inspirieren, sucht Verbindungen zur realistischen Darstellung. Phantasievolle Gestalten wechseln bizarre Masken im Gedankenspiel des Betrachters ab, gelenkt durch realistische Motive, die sich immer wieder ins Bewußtsein rufen. Der Phantasie ist bei den bewußt namenlos gehaltenen Bildern von Adolf Kroner keine Grenzen gesetzt. Sie schaffen es wieder und wieder den Blick auf sich zu ziehen.

Anke Rückert

 

Bäume - sagt man - sind seine Freunde.

Die Blätter rauschen in den Ohren, das Auge wandert über die harmonisch übereinanderliegenden Farbflächen. Sie fangen an sich zu bewegen, hin und her zu wiegen im Wind. Wärme der Sonnestrahlen durchbricht die erdigen Farben der vom Herbst gefärbten Blätter.
Impressionen bei einem Spaziergang durch die Landschaftsbilder von Adolf Kroner. Gekonnt versteht er es, Spannungen durch Kontraste zu erzeugen - vom strahlenden Weiß des Aquarellpapiers über kräftig leuchtende Farben bis hin zu harmonisch gemischten Erdtönen gekrönt durch die gezielt gesetzten lebenden schwarzflächigen Akzente.
Lassen Sie sich entführen - in die lichtdurchflutete Welt der Bilder von Adolf Kroner, gehen Sie auf seinen Wegen durch rauschende Bäume spazieren, nehmen Sie Platz auf einer Bank mit Blick auf eine vor Ihnen liegende Stadt oder wagen Sie einen verstohlenen Blick durch das "Schlüsselloch", um sonst verborgenes zu erhaschen. Spüren Sie die Harmonie, die zwischen Maler und Natur besteht?

Anke Rückert

 

Adolf Kroner im Residenz-Hotel

Herbstliche Landschaften, tiefverschneite Wege, lauschige Ecken in schattigen Waldwinkeln verzaubert Adolf kroner zum intensiven Spiel von Licht und Schatten, das er in kräftigen Farben schildert.
1938 in Schäßburg/Siebenbürgen geboren, schrieb er sich nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Porzellanmaler an der heimischen Kunstschule ein. Seit der Aussiedlung 1978 war er als Dozent an verschiedenen Volkshochschulen tätig und gibt als freischaffender Maler noch heute in diversen Kursen Tips in Aquarellmalerei.

 

Der wild bewegte Himmel

Der in Oberasbach lebende Künstler zeigt im Hotel Residenz in der Bayreuther Straße rund 20 Bilder. Das Farbspiel im Blattwerk der Bäume fasziniert den Künstler ebenso wie der wild bewegte Himmel - unter diesen Lichtturbulenzen wandelt der Mensch wie unter einem schützenden Dach dahin. Gleichwertigdaneben stehen feinsinnige Blumenstilleben, die das Gesehene zu lichten Kompositionen fassen.
Im letzten Raum zeigt Adolf Kroner noch einige abstrakte Impressionen: hier bersten die meist naß-in-naß erarbeiteten Stimmungen schier vor Kraft und räumlicher Tiefe. Gerade in den nicht gegenständlichen Bildern zeigt sich das künstlerische Credo Adolf Kroners: Licht und Schatten, Bewegung und Ruhe, Farbe und Raum - im ausgewogenen Spannungsverhältnis harmonieren die Kontraste

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